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10. Februar 2012
 

Sport

 
Willy Bogner. Quelle: dpa
Willy Bogner mit dem "Mini Bid Book" vor der IOC-Zentrale in Lausanne.

Olympische Winterspiele 2018

Startschuss zu 478
Tagen Hoffen und Bangen

Bogner reicht Münchens Bewerbungsbuch ein

München hat im Dreikampf um die Ausrichtung der Winterspiele 2018 auf den letzten Drücker eine weitere Hürde genommen: Geschäftsführer Willy Bogner übergab am IOC-Sitz in Lausanne das "Kleine Bewerbungsbuch" mit den Rahmendaten für das Spektakel.

 
 
 
 

478 Tage vor der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entwirft München darin mit seinen Partnern Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee eine Vision der "Freundlichen Spiele" und wirbt für eine Fortsetzung der "Erfolgsgeschichte" der Sommerspiele 1972, wie Bogner erklärt: "Einer unserer großen Vorteile liegt im Kernstück unseres Konzeptes begründet. Mit dem Münchner Olympiapark haben wir ein wunderschönes, ausgereiftes Sport-, Kultur- und Unterhaltungszentrum, das in der Welt seit 40 Jahren hoch geschätzt wird."

 

Annecy nur Außenseiter

Beim Marathonlauf um die übernächsten Winterspiele wird bis zum Votum der IOC-Mitglieder am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban ein Zweikampf zwischen München und dem südkoreanischen Bewerber Pyeongchang erwartet - Annecy aus Frankreich werden kaum Siegchancen eingeräumt.

Pyeongchang hatte seine Unterlagen und Garantie-Erklärungen bereits in der vergangenen Woche eingereicht - begleitet von selbstbewussten Tönen. Nach den Niederlagen gegen Vancouver (2010) und Sotschi (2014) biete man im dritten Anlauf "die kompakteste und effizienteste Bewerbung in der Geschichte der Winterspiele", hatte Jin-Sun Kim, der Co-Vorsitzende des Bewerbungskomitees, bei der Abgabe des "Mini Bid Books" gesagt.

 

Unterstützung vom Bund

München kann auch auf die deutsche Regierung setzen. "Die Bewerbung Münchens um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 ist von nationaler Bedeutung und im Interesse Deutschlands, seiner Bundesländer, Städte und Gemeinden. Sie kann deshalb weiterhin auf die volle Unterstützung und Förderung der Bundesregierung zählen", äußert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in dem Buch, das Bogner um 10 Uhr in Lausanne übergab.

 

116 Seiten inklusive Bildmaterial umfasst das Münchner "Mini Bid Book". In dem Dokument werden die Rahmenbedingungen für Winterspiele in München dargestellt, die etwa 3,5 Milliarden Euro kosten sollen. Die Bewerbungskosten sind auf 30 Millionen Euro veranschlagt worden.

 

And the winner is ...?

Die Bewerbungsunterlagen der drei Städte werden nun von einer Arbeitsgruppe des IOC studiert. Diese erstellt einen Bericht für die IOC-Exekutive, die im Juni die Kandidatenstädte benennt. Das endgültige Bewerbungsbuch muss bis zum 11. Januar 2011 beim IOC eingereicht werden. Im Februar/März 2011 besucht eine Evaluierungskommission des IOC die möglichen Olympia-Schauplätze. Dann beginnt der Endspurt, der am 6. Juli 2011 mit diesem Satz von IOC-Präsident Jacques Rogge enden könnte: "And the winner is - München" - zumindest wenn es nach Bogner und Co. geht.

 
 
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