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09. Februar 2010
 

Sport

 
Doping-Watch

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Andreas Klöden. Quelle: dpa
Andreas Klöden

Blut-Doping-Affäre

Verfahren gegen Klöden eingestellt

Vorwürfe konnten nicht belegt werden

Das Verfahren gegen den ehemaligen Tour-de-France-Zweiten Andreas Klöden in der Blut-Doping-Affäre seines früheren T-Mobile-Teams ist eingestellt worden. Auflage dafür war die Zahlung eines Geldbetrages an eine karitative Einrichtung.

 
 
 
 

Das teilten Klödens Verteidiger Andre Große Vorholt und Marcus Hotze in einer Presseerklärung mit. Das Bonner Landgericht hatte gegen den 34 Jahre alten Radprofi wegen des Vorwurfes des Sportbetrugs zum Nachteil des inzwischen aufgelösten Telekom-Rennstalls verhandelt.

Nicht vorbestraft

Klödens Anwälte betonten, dass ihr Mandant keine Geldbuße bezahlt habe, er durch die Einstellung nicht vorbestraft sei und für ihn weiterhin die Unschuldvermutung gelte. Die Klöden-Seite führte aus, dass zwischen ihr und der Staatsanwaltschaft Bonn Einigkeit darüber bestehe, dass die Klöden durch einen Zeugen vorgeworfenen Vorgänge nicht belegt wurden. Diese gemeinsame Bewertung sei aktenkundig, abweichende Medienberichte seien unzutreffend. Die Geldzahlung liege zudem deutlich unter den zuletzt in Medien genannten 25.000 Euro.

Klöden habe der Verfahrensbeendigung "schweren Herzens zugestimmt", um sich selbst und seiner Familie die Berichterstattung über ein laufendes Ermittlungsverfahren sowie weitere Kosten und Zeitverlust zu ersparen.

 

Ähnlich wie bei Ullrich

Der zuletzt für das kasachische Astana-Team gestartete Klöden, der in der kommenden Saison Lance Armstrong zum amerikanischen RadioShack-Team folgen wird, hatte die Vorwürfe der Bonner Staatsanwaltschaft gegen seine Person, er habe im Jahr 2006 während der Tour de France an der Freiburger Universitätsklinik gedopt, stets bestritten. Klöden war im Zuge des Berichts der Freiburger Untersuchungskommission durch Patrik Sinkewitz schwer belastet worden.

Mit der Verfahrenseinstellung gegen Zahlung eines Geldbetrages wandelt Klöden einmal mehr auf den Spuren seines Freundes und früheren Teamkollegen Jan Ullrich. Der Toursieger hatte in Bonn ebenfalls gegen Zahlung eines Geldbetrags - die Rede ist von 250.000 Euro - die Einstellung des Verfahrens erwirkt. Ullrich gilt als mutmaßlicher Kunde des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes, hat alle Vorwürfe aber stets bestritten.